Vorbereitungen für das Ende des Ramadan

Zum Ende des Ramadan feiern Muslime morgen das Zuckerfest, vergleichbar im Stellenwert mit dem christlichen Weihnachten. Im Kreise der Familie und Verwandten wird drei Tagel lang gefeiert. Begonnen wird das Zuckerfest traditionell mit einem gemeinsamen Gebet morgen früh eine Stunde nach Sonnenaufgang. Wegen der teils beengten Platzverhältnisse der Moscheen im Soldiner Kiez werden die Gläubigen auch auf den Straßen gemeinsam beten.

Am ersten Morgen des Fastenbrechenfests wird von den Männern die Moschee besucht, um dort das gemeinsame und besondere Gebet dieses Festtages zu zelebrieren, das aus zwei rakʿāt besteht und die Besonderheit hat, dass die Ansprache (chutba), meist durch den Imam, nach dem Gebet, und nicht wie beim Freitagsgebet vor dem Gebet, erfolgt. Das Festgebet ist sowohl für Männer als auch für Frauen optional (sunna). Meist schließt sich an den Besuch der Moschee ein Besuch des Friedhofs an, um der verstorbenen Verwandten und Bekannten zu gedenken und für sie Koranverse zu lesen und Bittgebete zu sprechen, hierbei insbesondere die Koransure Al-Fatiha, der im Islam ein ähnlicher Stellenwert zukommt wie dem Kaddisch, dem Totengebet im Judentum. Der restliche Tag wird genutzt, um die Verwandtschaft und Bekanntschaft zu besuchen. Dabei werden meist süße Gerichte gereicht und eine Menge Süßigkeiten verteilt (z. B. Lokum) und gegessen. Man macht sich gegenseitig und oftmals auch den Bedürftigen Geschenke. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt des Islam und wird als sehr ehrenwerte Tat bezeichnet. Einige Frauen verzieren ihre Hände mit Henna. Sowohl die Männer als auch die Frauen ziehen sich besonders schöne oder neue Kleidung an. Auch das Haus ist festgemäß geschmückt. Der Gruß zum Ramadanfest lautet ʿĪdu l-fiṭr mubārak oder Eid Mubarak beziehungsweise Id Mubarak.

Quelle: www.gutefrage.net

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