Vermisster Ross A. aus Reinickedorf aufgefunden

ross-a-aufgefunden und zurückgekehrt05. Juli. 16 – Der als vermisst gemeldete Ross A. wurde aufgefunden.  Bürgern fiel der verwirrte Mann auf der Straße auf. Die verständigte Feuerwehr brachte ihn in eine psychiatrische  Klink. Nach erfolgreicher Behandlung wurde er von seinen Mitbewohnern in Empfang genommen. Es geht ihm gut. 

Freunde hatten bei ihm eine zunehmende Verwirrtheit festgestellt. Offensichtlich hatte Ross versäumt seine notwendigen Tabletten einzunehmen.

Zu schnelles Absetzen von Psychofarmaka gefährlich

Bei einigen Personen, deren psychische Anfälligkeit mit Psychofarmaka behandelt werden, kommt es des öfteren zu Absetzversuchen, manchmal ohne eine wichtige ärztliche Begleitung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Von medizinkritischen Personen kann es dabei zu unterstützendem Wohlwollen bei solch „Experimenten“ kommen. Aber die Folgen gerade bei einem abpruptem Entzug von Psychofarmaka sind in ihrer Gefährlichkeit nicht zu unterschätzen. Die einsetzenden Verhaltensänderungen  werden von den Betroffenen selbst oft nicht als kritisch wahrgenommen. Oft wird der Wegfall der emotionsdämpfenden Medikamente sogar als Befreiung empfunden.

Ratschläge von Freunden werden abgelehnt

Ratschläge von nahestehenden Personen, die auf erste Anzeichen kritisch reagieren, werden offen abgelehnt oder negiert. Kann man den verwirrt wirkenden Menschen dennoch zu einem Klinikbesuch überreden, besteht für den Patienten auf Grund der vereinbarten Freiwilligkeit jederzeit die Möglichkeit eine Behandlung vorzeitig zu unterbrechen und die Klinik zu verlassen.

So wie hier im vorliegenden Fall geschehen, brach Ross A. schon nach einem Tag seine Behandlung ab, verließ ohne Absprache das Krankenhaus und kehrte nicht in seine Wohngemeinschaft zurück. Seine geistige Verwirrtheit nahm zu. Er wurde schließlich auf der Straße auffällig und von der Polizei in eine Klinik gebracht.

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