Unterm roten Dach – Fotos Herbst in der Koloniestraße

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Koloniestraße mit Blickrichtung Soldiner Straße

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Unterm roten Dach in der Koloniestraße. Hier stehen hauptsächlich Eichen, deren Blätter sich im Herbst rot verfärben. Die Fotos wurden auf Höhe des Kinderspielplatzes gegenüber des Seniorendomizil aufgenommen. Fotografiert wurde sowohl in Richtung Soldiner Straße, als auch in Richtung Osloer Straße.

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Koloniestraße mit Blickrichtung Osloer Straße

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Die Eiche gilt in Deutschland als der König der Bäume, denn das Holz ist stabil und langlebig. Besonders kostbare Parkettfußböden sind aus Eichenholz gefertigt. Durch ausgiebiges Wässern kann man die Bitterstoffe aus Eicheln entfernen und die getrockneten Früchte zu Mehl verarbeiten. Auch als Kaffeeersatz eignen sich die Eicheln, wenn man sie röstet und mahlt.

Die Rinde der Eiche wirkt stark zusammenziehend, was sie zu einem wertvollen Heilmittel bei Blutungen und Entzündungen macht. Sie wird vor allem äußerlich als Bad oder Umschlag angewendet.

In der Bachblütentherapie wird das entsprechende Mittel  „Oak“ genannt. Es kann den Menschen helfen, die in erster Linie das Pflichtbewusstsein in den Mittelpunkt ihres Handels stellen. Die Freude kommt dabei oft zu kurz. Die Betroffenen gelten als Arbeitstiere und halten um jeden Preis durch. Oak soll dazu beitragen, die daraus entstehenden Verkrampfungen zu lösen, mögliche Krankheiten zu verhindern und für freudige Entspannung zu sorgen.

„Wie das Eichenlaub seine Schlitze bekam“ erzählt ein Sage aus dem Kärtnerland in Österreich. Dort schloss ein verarmter Bauer im Jahr 1340 mit dem Teufel einen Pakt. Der borgte ihm einen Sack voll Geld. „Herr aus der Hölle, du kriegst dein gesamtes Geld samt Zinsen an dem Tag zurück, an dem die Eiche, die du dort am Hügel siehst, ohne Laub dastehen wird!“ versprach der Bauer und musste für den Fall, dass er sein Schuld nicht begleichen könnte, seine Seele verpfänden. Der Teufel wartete den ganzen Herbst über, wurde ungeduldig, als im Winter immer noch nicht alle Blätter vom Baum gefallen waren und zornig, als der Frühling neben den alten Blättern bereits neue hervorbrachte. Tobend vor Wut versuchte, der mit List ausgetrickste, mit seinen Krallen das Laub des Eichenbaumes herunterzureißen, aber vergeblich. Das neue Laub wuchs bereits zu stark. Und die verzweifelten Versuche des Satans, mit seinen Krallen die Blätter von der Eiche zu reißen, hinterließen die bis heute sichtbaren Schlitze im Eichenlaub. Natürlich dampfte der Teufel in einer kräftigen Schwefelwolke von dannen und ließ sich auch nicht mehr blicken. Wer wird schon gerne an seine Einfältigkeit erinnert. Ob es ratsam ist, mit dem Teufel einen ähnlichen Handel mit den Eichen in der Koloniestraße auszuhandeln, wäre die Frage. Vorausgesetzt er könnte sich an seine Demütigung nicht mehr erinnern, ist ja schon ein paar hundert Jahre her, sei die Warnung ausgesprochen, dass nur die Traubeneiche ihre Blätter nicht komplett abwirft. Die Flaum- und die Stieleiche werfen im Herbst alle Blätter ab. Welche Eichenart in der Koloniestraße wächst, sollte vorsichtshalber und verdammt noch mal, vor Vertragsabschluss geklärt sein.

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