Reinickendorfer Ross A. seit zwei Wochen vermisst

Neueste Meldung 22. Jun. 16 – Der als vermisst gemeldete Ross A. wurde von der Polizei aufgefunden.  Die Beamten brachten den verwirrten Mann zur medikamentösen Behandlung in eine psychiatrische  Klink. Nach erfolgreicher Behandlung konnte er zurück in seine Wohngemeinschaft gehen. 

Freunde hatten bei ihm eine zunehmende Verwirrtheit festgestellt. Offensichtlich hatte Ross versäumt seine notwendigen Tabletten einzunehmen.

Zu schnelles Absetzen von Psychofarmaka gefährlich

Bei einigen Personen, deren psychische Anfälligkeit mit Psychofarmaka behandelt werden, kommt es des öfteren zu Absetzversuchen, manchmal ohne eine wichtige ärztliche Begleitung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Von medizinkritischen Personen kann es dabei zu unterstützendem Wohlwollen bei solch „Experimenten“ kommen. Aber die Folgen gerade bei einem abpruptem Entzug von Psychofarmaka sind in ihrer Gefährlichkeit nicht zu unterschätzen. Die einsetzenden Verhaltensänderungen  werden von den Betroffenen selbst oft nicht als kritisch wahrgenommen. Oft wird der Wegfall der emotionsdämpfenden Medikamente sogar als Befreiung empfunden.

Ratschläge von Freunden werden abgelehnt

Ratschläge von nahestehenden Personen, die auf erste Anzeichen kritisch reagieren, werden offen abgelehnt oder negiert. Kann man den verwirrt wirkenden Menschen dennoch zu einem Klinikbesuch überreden, besteht für den Patienten auf Grund der vereinbarten Freiwilligkeit jederzeit die Möglichkeit eine Behandlung vorzeitig zu unterbrechen und die Klinik zu verlassen.

So wie hier im vorliegenden Fall geschehen, brach Ross A. schon nach einem Tag seine Behandlung ab, verließ ohne Absprache das Krankenhaus und kehrte nicht in seine Wohngemeinschaft zurück. Seine geistige Verwirrtheit nahm zu. Er wurde schließlich auf der Straße auffällig und von der Polizei in eine Klinik gebracht.

 

 

 

Ross A aufgefunden

Das Suchfoto wurde zum Schutz der Persönlichkeit nach Auffinden unkenntlich gemacht

 

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Vermisst 

Seit Donnerstag den 24.Mai 16 wird Ross A. (50) vermisst. In den letzten Jahren lebte er in einer Wohngemeinschaft in Berlin Reinickendorf.

Letztmalig wurde der Vermisste in der Weddinger Scheringstraße gesehen

Nach Erstattung der Vermisstenmeldung wurde er letztmalig unter der alten Eisenbahnbrücke am Kreisverkehr Scheringstraße in der Nähe des Humboldhains gesehen. Von dort aus verliert sich jedoch seine Spur.

Zeugen gesucht!

Herr A. ist auf die Einnahme von Medikamenten und ärztliche Hilfe angewiesen. Darum bittet die Polizei dringend um Unterstützung. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Im Notfall 110 wählen. Auch unter der Nummer des Bürgertelefons (030) 4664-4664 können Informationen weitergeben werden.

Vermisstenbeschreibung:

Der Vermisste ist 1,80 Meter groß, von kräftiger Statur und Brillenträger. Er ist englisch sprechend. Vor seinem Verschwinden bemerkten seine Mitbewohner eine stetig zunehmende geistige Verwirrtheit. Sie brachten ihn daraufhin in eine Klinik, die er aber nach einem Tag Aufenthalt ohne Abmeldung verließ. Von einem Bewohner wird er als verwirrt, aber nicht als aggressiv beschrieben.

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