Refugee Schulstreik Berlin protestierte zusammen mit Gewerkschaften am Leopoldplatz

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„Bleiberecht für alle!“ forderten SchülerInnen gestern auf dem Leopoldplatz in Wedding, denn „es gibt keine sicheren Drittstaaten!“ Anlass für die Kundgebung war die Abstimmung im Bundesrat am Freitag, die eine Veränderung des Asylrechts vorsieht. Die SchülerInnen vom Refugee Schul Streik sehen in dem vorliegenden Gesetzesentwurf eine eindeutige Verschärfung, denn Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien sollen zu „sicheren Drittstaaten“ erklärt werden.

„Dieser Begriff bedeutet, dass Geflüchtete aus diesen Ländern wesentlich leichter aus Deutschland abgeschoben werden können. Ein Asylbewerber/in müsste dann selbst nachweisen, dass er/sie verfolgt wird – was praktisch unmöglich ist. Innerhalb von sieben Tagen wird man abgeschoben, selbst wenn man dagegen klagt“, sagt Aktivistin Nora, die seit dem ersten Schulstreik mit dabei ist in einem Interview mit dem „Freitag“

„Wir wollen wie Menschen behandelt werden und nicht wie Tiere. Wir wollen nicht in Lager gesteckt werden und unsere Kinder sollen in die Schule gehen können“, forderte eine afrikanische Profi-Fußballerin auf der Kundgebung. Eine Sprecherin forderte die gesetzliche Anerkennung von Migration. Der Schulsprecher der Anna Freud Schule Finn beklagte die Situation, dass Flüchtlinge nicht arbeiten gehen dürfen und deshalb illegal für wenig Geld und ohne soziale Absicherung arbeiten müssen. Dadurch sei es für Unternehmer möglich bei allen anderen Arbeitern die Löhne zu drücken. „Deshalb“, sagte Finn,“ stehen wir hier auch zusammen mit Gewerkschaften und Betriebsgruppen.“

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