„Moabit Hilft““ stellt klar – Arbeit von „Gute Tat“ ist mangelhaft

20. Aug. 15 – Nach den Berichterstattungen der letzten Tage über die Entwicklung vorm LaGeSo hier

KLARSTELLUNG I.

Entgegen anderen Behauptungen wollen wir klarstellen, dass „Gute-Tat“ NICHT die Koordination der HelferInnen vorm LaGeSo übernommen hat.
Die gute Tat von „Gute Tat“ besteht darin, unsere Website (berlin-hilft-lageso) und die anderer Initiativen an AnruferInnen weiterzugeben. Dafür gibt es Gelder vom Senat.
Wir arbeiten seit 2 Wochen Tag und Nacht, mobilisieren und koordinieren freiwillige HelferInnen, ALLES was an Essen, Medikamenten und sonstigen Leistungen rausgegangen ist sind Spenden von Privatleuten, die unterstützen wollen. Der Senat hat bis dato keinen Cent freigegeben, um diese Arbeit zu unterstützen.
Wir fragen seit Wochen nach Unterstützung, es kann doch nicht sein, dass wir täglich um 1500 € private Spenden für Essen, Medikamente, Kleidung etc ausgeben und alles, was dem Senat einfällt, ist Gelder an eine Stiftung zu leiten, die Hilfsorganisationen „ergoogled“ und dann die Adressen online stellt und weitergibt. Leichte Verwunderung macht sich auch beim Betrachten der Positionen von Herrn Grenz breit – Geschäftsführer bei „Index“ http://www.index.de/agentur/soziales-engagement/ und Vorstand bei „Gute Tat“ http://www.gute-tat.de/ueber-gute-tat/mitarbeiter/ beide unter derselben Adresse zu finden.
Wir mussten erst das Gespräch mit dieser Stiftung suchen, nachdem wir von ihrem angeblichen Engagement vorm LaGeSo hörten und uns wunderten, dass weder jemand von der Stiftung vor Ort war, geschweige denn nachgefragt hatte, was benötigt wird, niemand kam auf uns zu. Wir mussten anrufen und erst mal erklären, was wir vor Ort überhaupt tun, dass wir Bedarfslisten etc posten und schon über die facebook Seiten mehrere 1000 Menschen erreichen. Gestern kamen Helfer im LaGeSo an, die bei der Hotline angerufen hatten und denen gesagt wurde, sie sollen zum Glashaus im LaGeSo kommen. Das Problem ist – dieses Haus gibt es nicht. Eine solche „Gute-Tat“ brauchen wir nicht, denn wir haben keine Zeit, jetzt auch noch „Gute Tat“ zu koordinieren. Seit 2 Wochen bleibt unsere Forderung nach PROFESSIONELLER Unterstützung durch eine HILFSORGANISATION, die uns ablöst, ungehört. Es muss endlich für medizinische Versorgung, Lebensmittel und sanitäre Anlagen gesorgt werden, das kann nicht auf unbestimmte Zeit durch private Spenden laufen.
Das perfide ist, dass durch die Art und Weise wie „Gute-Tat“ öffentlich präsentiert wird, der Eindruck entsteht, der Senat hätte endlich angefangen zu handeln, um die Lage vorm LaGeSo zu verbessern. Das ist aber nicht geschehen, wieder wird nur vom eigentlichen Problem und der Unfähigkeit des Senats zu handeln abgelenkt. Statt Menschen zu helfen wird an einer Image Kampagne gearbeitet. Wir wollen keine „Engel für einen Tag“, wir wollen Hilfe und zwar umgehend.
Dazu ist es auch für die HelferInnen vor Ort sehr demotivierend zu sehen, wie wenig ihre Arbeit von offizieller Seite wertgeschätzt wird. Wir arbeiten alle ehrenamtlich, einige von uns haben sich Urlaub genommen, damit immer jemand vor Ort ist, denn ansonsten wäre niemand da, um zu helfen.
Der Senat soll endlich effektiv handeln und nicht weiter von der eigentliche Problematik ablenken und Hilfe blockieren!

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