„Moabit Hilft!“ distanziert sich von pauschalisiertem Nazi-Vorwurf auf Protestveranstaltung

2.Dezember 2015 – Auf einer Kundgebung vor dem LaGeSo-Gelände bei dem 400 Menschen gegen die menschenunwürdigen Zustände protestierten, hatte eine Rednerin einer anderen Organisation die Security-Mannschaft pauschal als Faschisten und Neonazis bezeichnet. Daraufhin wurde Helfern der Zugang zu den Zelten untersagt. „Moabit Hilft!“ distanziert sich nun von dieser „unglücklichen Formulierung“.

 

Die Erklärung von „Moabit Hilft!“ im Wortlaut: 

Wir sind UnterstützerInnen von der vor dem ‪#‎LAGeSo‬ stattgefundenen Demonstration, organisiert durch die Orgagruppe „Nachts vorm LAGeSo“.

Und wir werden NICHT aufhören zu kämpfen. Gemeinsam.
Wir werden weiter aufzeigen, in welchem verachtenswerten Maße man hier gegen Menschenrechte verstößt.

Dieses haben wir durch eine Rede, zu der wir eingeladen wurden zu halten, klar und deutlich gemacht.

Leider kam es in einer Rede einer anderen Aktivistin/Orga zu einer, in unseren Augen, sehr unglücklichen Formulierung:
„Es kann nicht sein, dass die Menschen, die hier für die Sicherheit der Menschen zu sorgen haben, in Wirklichkeit Faschisten und Neonazis sind und diese Menschen angreifen.“

Dieses entspricht nicht unserer Meinung.

Es ist korrekt, dass es faschistische Aussagen seitens Mitarbeitern der Securityfirma gab und es stimmt, dass es zu Übergriffen kam.
Diese verurteilen wir auf das Schärfste und werden diese immer und immer wieder aufzeigen, wenn wir Kenntnis erhalten.

Aber wir distanzieren uns klar von einer Pauschalisierung und Verallgemeinerung.

Hingegen verurteilen wir das Verhalten der Security, die am Abend daraufhin unseren UnterstützerInnen die Hilfe und den Zugang zu den Zelten untersagten, da „wir sie als Nazis geschimpft hätten“.

Abgesehen davon, dass wir diese oben genannte Äußerung nicht zu verantworten haben, ist es ein Armutszeugnis, wenn man meint, das Recht auf freie Meinungsäußerung oder Demonstrationsrecht als Ausrede zu verwenden, um Helferinnen und Helder am Helfen zu hindern.
Hier sagen wir ganz klar, da hat man Demokratie nicht verstanden und auch dieses ist eine bedenkliche Entwicklung.

 

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