LKW rast ungebremst über Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche

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20.Dez. 19.30h – Die ermittelnde Bundesstaatsanwaltschaft konnte dem Festgenommenen eine Beteiligung am Attentat auf dem Breitscheidplatz nicht beweisen

Beifahrer tot, Fahrer geflüchtet

„Seit 15.00 Uhr konnten wir unseren Fahrer nicht mehr erreichen. Auch seine Frau hat ihn nicht erreicht“,  sagte der polnische Spediteur. Dessen Firma lieferte in dem LKW zwölf Tonnen Stahlträger nach Berlin. Der Truckfahrer, der seit Jahren bei der Firma als zuverlässiger Angestellter bekannt ist, wurde tot auf dem Beifahrersitz aufgefunden. Es wird von einer Entführung und folgend einem Kapitalverbrechen ausgegangen Über den Weihnachtsmarkt steuerte ein weiterer Mann, der vom Ort des Geschehens flüchtete. Der mutmassliche Todesfahrer konnte in Nähe der Siegessäule in ca. 1,5km Entfernung festgenommen werden. Er soll laut „Welt“ seit Februar 2016 als Flüchtling aus Pakistan gemeldet sein.

Die Polizei gibt bekannt

22.00h – Die Notfallnummer für Angehörige ist 030-54023111. Es ergeht die Bitte nicht den Notruf 110 zu wählen. 50 Rot-Kreuz Helfer waren vor Ort. 250 Rettungskräfte und Polizisten. Notfallseelsorger geben psychologische Hilfe. Die Polizei meldet, dass es keine weiteren Hinweise auf Gefährdungen gibt. Sieben Staatsanwälte ermitteln. Die Zuständigkeit liegt jetzt bei der General-Bundesanwaltschaft. 12 Personen sind bisher verstorben, 48 Menschen wurden verletzt, davon 14 schwer. Aktuell kämpfen Ärzte um das Leben von weiteren fünf Menschen.

Foto und Videohinweise

Bitte übersenden Sie Ihre Bild- und Videohinweise zum Ereignis an folgendes Upload-Portal: https://www.bka-hinweisportal.de/

Erste Erklärung der Berliner Feuerwehr

sprecher-feuerwehr-weihnachtsmarkt-berichtet22.30h In einer ersten Presseerklärung berichtet der Pressesprecher der Berliner Feuerwehr Sven Gerling von mehreren Toten und vielen Verletzten. Nähere Einzelheiten konnte er nicht bekannt geben. Es gibt noch keinen Überblick. Vorrangig sei jetzt die schnelle medizinische Versorgung der Verletzten und die Bergung der Toten. (Zum Video auf Kurier facebook)

Ein Reporter der Morgenpost berichtet kurz nach dem Anschlag vom Breitscheidplatz

21.00h – Laut Bericht eines Morgenpost-Reporters, der sich um 20.00 Uhr mit einem Live-Video vom Breitscheidplatz meldete, raste heute Abend ein LKW ungebremst über den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Bild des Grauens berichtet er. Menschen liegen verletzt auf dem Platz entlang der Fahrtroute des. Verkaufsstände und Auslagen sind zertrümmert. Der LKW steckt fest in einem Trümmerhaufen. 50m raste das Containerfahrzeug über den Markt und stoppte kurz vor Erreichen der Hauptstraße. Ein Schuss soll gefallen sein. Eine Erklärung dazu liegt bisher nicht vor.

Der Reporter wird attackiert, als er mit dem Handy filmt. Von der Polizei ergeht die Aufforderung, dass alle Menschen, die nichts gesehen haben den Platz verlassen sollen. „Zeugen kommen zu mir!“ ruf er in die Menge.

Eine Massenpanik ist kurz nach dem Unglück nicht auszumachen. Menschen sind in Eile oder gehen betroffen über den Markt. Um sie herum ein nicht endend wollender Sirenenton in der Luft. Die Leute verlassen in Ruhe den Platz. Verletzte werden von anderen betreut. „Unter dem quer stehenden Mehrtonner liegen Überfahrene. Die Polizei und Rettungskräfte decken den Unglücksort zum Sichtschutz mit Tüchern ab.

Der Reporter sucht die Stimme eines Zuständigen zu bekommen. Kein Erfolg. Aus Respekt vor den Verletzten und womöglich Toten hält er mit seiner Kamera nicht auf die herumliegenden Menschen, sagt er.

„Erinnerungen an Nizza werden wach“, berichtet der Reporter. Ob es sich um einen Terroranschlag handelt will niemand bestätigen. „Der LKW wird gerade von der Polizei untersucht.“ – „Als Anschlagsziel wäre der Weihnachtsmarkt ein lohnendes Ziel, gerade weil er auch mitten in Berlin stattfindet“, sagt Brigitte L. Sie übermittelte die erste Meldung vom tragischen Geschehen zum Soldiner Kiez Kurier. Vor vier Jahren hatte sie zwei Weihnachtmärkte am Leopoldplatz organisiert. Schon damals hatte sie mit der Polizei ein Sicherheitskonzept erarbeitet.

Die Webseite der Morgenpost ist gerade nicht erreichbar. Überlastet. Die Unfallstelle ist weiträumig abgesperrt.

Beim facebook Sicherheitscheck zum Geschehen in Berlin kann man anderen Bescheid geben, ob es einem gut geht: https://www.facebook.com/safetycheck/berlin-germany-attack-dec19-2016/

Berichts- Wissensstand vom 19. Dez. 2016 ab 21.00h bis 20.Dez. 4.30h

50m lange Spur der Verwüstung auf dem Weihnachtsmarkt.

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Trost und Hilfe an der Gedächtniskirche

Foto: Handymitschnitt Morgenpost-Reporter und andere

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