Hans-Christian-Ströbele geht, um weiter zu kommen

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Ein Treffen am 26. Aug. 2015 mit Hans-Christian-Ströbele auf der Demo „Es ist fünf vor Zwölf Herr Czaja“

„Zur nächsten Bundestagswahl kandidiere ich nicht, habe ich soeben meiner grünen Basis in Friedrichshain-Kreuzberg gesagt“, twitterte am Dienstag der Grünen-Politiker, der seit 1998 im Parlament sitzt.  Ströbele ist das dienstälteste Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste. In seinen öffentlichen Statements ließ er kein  gutes Wort an den Überwachungsmethoden der NSA und des BND. Er solidarisierte sich mit dem Whistleblowers Edward Snowden, den er 2013 in Moskau besuchte. Als überzeugter Pazifist opponierte er gegen die Beteiligung am Kosovo-Krieg, der damals rot-grünen Regierung unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder und dem Grünen-Außenminister Joschka Fischer.

Man kann Ströbele getrost einen linken Alt-68er nennen. Der jetzt 77-Jährige, mit einem Herz für revolutionäre Ideen, war Mitbegründer der Tageszeitung taz und verteidigte als Anwalt Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF). Auf jeder Demo radelt er für menschliche Achtung gegenüber in Berlin ankommende Flüchtlinge.

Es ist nicht damit zu rechnen, dass Aktivist Hans-Christian-Ströbele sich politisch zur Ruhe setzen wird. Eine Krebserkrankung schwächte ihn im Alter von 74 Jahren. Er wird bei seinen  kämpferischen Ressourcen Prioritäten setzen. Die werden sich gut platzieren beim Kampf in der außerparlamentarischen Opposition. Er geht , um weiter zu kommen.

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Rückblick: Der Kurier sprach mit Hans-Christian-Ströbele auf der Demo „Es ist fünf vor Zwölf Herr Czaja“ vor der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin am 26 August 2015 . Ebenfalls im Interview eine Vertreterin von „Casa Dar“ aus dem Pankehaus in der Soldiner Straße.

 

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