„Früher habe ich noch Panzer bewacht“,

frau fibus Pförtnerinsagt Frau Fibus und erinnert sich gerne an die alten Zeiten. „Und jetzt dieses hier.“ Die Pförtnerin zeigt leicht abwinkend auf das Schulhoftor der Wilhelm-Hauff Grundschule. Sie ist in Sibirien geboren „bei den bösen Wölfen“, erzählt sie, verzieht dabei ihr Gesicht und streckt die Hände wie Wolfspfoten nach vorne. Dann lebte sie in Kasastan und verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Wachschützerin. „Damals war es kein Problem dort Arbeit zu finden, auch nicht als Frau.“ Jetzt in meinem Alter ist es hier in Deutschland schwieriger geworden. Es gibt auch eine größere Trennung zwischen Berufen für Männer und Frauen.“ Sie ist froh überhaupt Arbeit gefunden zu haben, dafür nimmt sie insgesamt zwei Stunden Fahrt in Kauf. „Mir macht die Arbeit Spaß. Den ganzen Tag zu Hause zu sein, ist nicht mein Ding.“ Dafür steht sie schon um 5 Uhr morgens auf, aber „in Kasastan laufen die Uhren anders“, sagt sie. „Da kommt die ganze Familie erst ab acht Uhr abends zusammen, dann helfen alle beim kochen, auch die Kinder und ab zehn Uhr wird gegessen. Als ich vor einiger Zeit wieder mal zu Besuch war, bin ich oft schon vor dem Essen eingeschlafen.“

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