ES REICHT! – Schwerer Motorrad-Unfall Kreuzung Osloer Straße Ecke Pinzenallee

schwerverletzte motorradunfall osloer strasse prinzenallee Berlin (12)25.Mai15 – Frauen, Männer und Kinder mussten heute Nachmittag mit ansehen, wie eine Frau bei einem schweren Motoradunfall zehn Meter durch die Luft geschleudert wurde und auf dem Pflaster aufschlug. Ihr Freund stürzte beim Zusammenprall kopfüber auf die Motorhaube des Autos, das beide rammten und blieb wie seine Freundin, schwer verletzt liegen. Über eine halbe Stunde lang musste der Biker dort von Notärzten behandelt werden, bevor Feuerwehrleute ihn gesichert in einen Krankenwagen transportieren konnten. Beide waren zu dem Zeitpunkt noch ansprechbar. Der Fahrer des Autos, der von einem Augenzeugen um die sechzig Jahre geschätzt wurde, stieg unmittelbar nach dem Unfall humpelnd aus seinem Wagen. Auch er wurde in einem Rollstuhl sitzend, in ein Krankenhaus gefahren.

„Diese Kreuzung stürzt seit der Baustelle in ein Unfallchaos“

„Drei Minuten hat es gedauert, dann war die Polizei da“, berichtete die sechzehnjährige Cindy, die zusammen mit ihrem Freund alles gesehen hatte. „Mein Freund wollte noch helfen“, sagte sie unter Schock.
„So etwas muss man nicht gesehen haben“, sagte die Wirtin vom Präpel-Eck, der Kneipe an der Ecke des Unfallgeschehens. Sie stand ebenfalls unter Schock. „Zwei meiner Gäste mussten nach Hause gehen, weil sie es hier nicht mehr ausgehalten haben“, sagte sie kurz nach dem Horor-Crash gegen 18.00 Uhr.
„Diese Kreuzung stürzt seit der Baustelle in ein Unfallchaos“, klagt eine Frau, die oft im Präpel-Eck verkehrt. „Ich bin hier auch schon falsch gefahren“, gibt sie zu. „Man kommt dabei völlig durcheinander, denn es gibt keine klaren Fahrbahnmarkierungen, das blanke Chaos“, und die Baustellenabsperrungen würden einen Überblick völlig unmöglich machen. „Nach der Verlegung der Baustelle auf die andere Seite dachten wir schon, dass es besser wird. Und nun müssen wir das hier erleben.“

Ein schmerzhafter Höhepunkt in einer langen Serie von Unfällen

Der Unfall markiert den vorläufig traurigsten Höhepunkt in der langen Serie von Unfällen, die sich seit Baubeginn auf der Kreuzung häufen. Laut Polizeiangaben überfuhr der PKW-Fahrer die Kreuzungs-Ampel an der  Prinzenallee bei Rot und stieß mit den Bikern, die in Richutng Bornholmer Brücke fahren wollten, an der Ecke Osloer Straße zusammen. Viele Kiezbewohner bezweifeln diese Version.

Trotzdem von SKK noch kein direkter Augenzeuge gefunden wurde, kursiert eine andere Version, denn auffalend häufig geschahen Unfälle in letzter Zeit durch Falschabbieger, die auf der Osloer Straße aus Richtung Bornholmer Brücke kamen und die blau-weißen Schilder, die baustellenbedingt zum geradeausfahren auffordern, nicht wahrnahmen oder bewusst ignorierten. Durch unerlaubtes Linksabbiegen in die Prinzenallee spart man sich dabei einen zeitaufwendigen Umweg.

In beiden Versionen ist die Sicht auf den gefährlichen Gegenverkehr an der häufig dokumentierten Unfallstelle durch eine Baustellen-Absperrung sowohl für den Falschfahrer, als auch für die Vorfahrtsberechtigten stark eingeschränkt. Bei höheren Geschwindigkeiten und bei Dunkelheit nicht mehr möglich. Es bleibt keine Zeit zum Ausweichen. Der Bremsweg des Motorradfahrers mit seiner Beifahrerin betrug nur vier Meter, bevor beide in die Seitentür des PKW krachten.

schwerverletzte motorradunfall osloer strasse prinzenallee Berlin (13)

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2 Kommentare to “ES REICHT! – Schwerer Motorrad-Unfall Kreuzung Osloer Straße Ecke Pinzenallee”

  1. Hallo. Finde cool, dass es die Seite gibt, aber muss man denn Fotos von Verletzten so nah zeigen? Reicht nicht ein Gesamteindruck der Situation. Selbst wenn die Gesichter pixelig sind, möchte der Verunfallte später im Netz nicht auf Bilder davon stoßen.

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    • Die Frage ist mehr als berechtigt, danke dafür. Leider ist es in der Regel so, dass oft nur Fotos, die erschüttern Veränderungen bringen. Dieser Mechanismus war auch hier ablesbar. Die ungünstigen Situationen, aus denen hier immer wieder im gleichen Muster Unfälle geschahen waren bekannt. SKK hatte oft darüber berichtet und auch Meldungen darüber abgegeben. Die Reaktionen waren erschreckend. Es blieb dabei festzustellen, wer Schuld hat. So weit zu denken, dass an den deutlich erkennbaren Misständen etwas zu ändern wäre, um auch die schuldhaft handelnden Personen und deren Opfer zu schützen, wollte man nicht denken. Es lässt sich für mich leichter glauben, dass die schwerverletzten Personen über diese Unachtsamkeit sicherlich betrübter sind als von diesen Fotos.

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