„Es lebe Christiania für immer und ewig“,

rief Holger Rasche, der Manager von „Christiania“ während einer grünen Ampelphase mitten auf der Osloer Straße. Vom Dach des ehemaligen Bewag-Umspannwerkes wurde vor kurzem eine Vodafone-Funkantenne demontiert. „Die hat uns nicht gefallen“, ergänzt sein Freund Peter Westphal, der von Anfang mit seiner Fotokantine beim Christiania-Haus mit dabei ist. Sie wird jetzt gegenüber aufgestellt.

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1 Holger Rasche Peter Westphal christiania berlin

Holger Rasche (r) Peter Westphal (Fotokantine) von Christiania Berlin

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Hinter CHRISTIANIA verbirgt sich ein Zentrum für Freiberufler aus der kreativen Kulturwirtschaft am Eingang zum Soldiner Kiez, an der Osloer Straße Ecke Prinzenallee. Wo früher Transformatoren standen, tummeln sich seit 2004 Fotografen und Designer, Musiker und Journalisten, Bildende Künstler und Architekten.

Werner Druskat Qm Soldiner Strasse1

Werner Druskat

Lukas Born Quartiersmanager QM Soldiner Strasse

Lukas Born

Gegründet wurde CHRISTIANIA mit intensiver Unterstützung vom damaligen Chef des Quartiersmanagement Werner Druskat und dem Quartiersmanager Lukas Born. Die beiden hatten  in 2002 schon die Kolonie Wedding ins Leben gerufen; eine Künstlervereinigung, die seitdem monatlich in ehemals leerstehenden Läden der Degewo im Soldiner Kiez Ausstellungen organisiert. Zusammen mit den beiden Stadtplanern kämpfte sich Holger Rasche durch den nicht enden wollenden Förderungsdschungel. „Creative Industries könnten ein Geschäft der Zukunft werden“, schätzten die drei damals die Situation im Soldiner Kiez ein. Die Rechnung ging auf.

Das  Modellprojekt anfangs mit EU- Geldern gefördert hat überlebt und steht mittlerweile finanziell auf eigenen Beinen.

Historie des Gebäudes

„In den zwanziger Jahren wuchs das Berliner Stromnetz erheblich, wodurch neue Stützpunkte notwendig wurden, um die von den Abspannwerken kommende Energie weiter zu verteilen“, wird auf der Webseite des Projekts berichtet. „Das Gebäude des Stützpunktes Christiania wurde 1928/29 nach Plänen von Hans-Heinrich Müller in Anlehnung an Schinkels Backsteinbauten im Auftrag der Bewag errichtet.Getragen wird die Fassade lediglich von den kräftigen Eckstützen. Charakteristisch für das Haus sind die hochaufragenden langen schmalen Fenster, die den überwölbten Gebäudesims mit orientalischen Spitzbögen durchbrechen, wodurch ein gegliederter Kranz über der schlichten Fassadenfläche entsteht.“

2 Christiania Osloer Strasse Wedding Berlin

Mehr zum Thema:

Christiania öffnet Türen – Artikel von Katrin Arnholz 18.Juni 2005

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