Frühjahrscheck bei Gaslaternen

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35.000 Gaslaternen leuchten noch in Berlin. Davon stehen nach einer Berlinweiten Überprüfung 500  auf der Reparaturliste. Die Instandtsetzung an der Gaslaterne in der Gotenburger Straße konnte gleich vor Ort durchgeführt werden. „Wenn wir den Schaden nicht gleich in Ordnung bringen können, schicken wir sie zu Vattenfall. Die prüfen ob sich eine Reparatur noch lohnt. Wenn nicht, bekommen wir eine Neue,“ erzählte ein Arbeiter. Er erneuerte einen angerosteten Metallstab an den Servicekräfte eine Leiter angelegen können. Denn spätestens einmal im Jahr müssen die Leuchtstrümpfe per Hand ausgetauscht werden. Nur durch diesen nach seinem Erfinder benannten Auer-Glühstrumpf leuchtet das Gasgemisch überhaupt. Das Gas bringt das Gazegewebe aus Baumwolle oder Seide zum warmen Wohlfühlleuchten. „Erinnert mich an meine Kindheit, schrieb Nancy auf facebook, als sie das Foto sah. „Du kommst nach Hause, wenn der Lampenmann das Licht anmacht.“

Noch werden sie also gepflegt, die historischen Berliner Stadtleuchten. Für die Zukunft ist allerdings geplant, ihnen den Gashahn abzustellen und sie mit kostengünstigeren LEDs zu bestücken. Nur noch 3300 Laternen sollen in denkmalgeschützten Stadtbereichen, wie z.B. der weißen Siedlung in Reinickendorf mit Gas betrieben werden, informiert die Berliner Zeitung. Der warme funzlige Charme, der vor allem Westberliner Stadtleuchten würde damit dem Verlauf der Geschichte folgen, die Ex-DDR-Berlin nach Kriegsende mit der Elektrifizierung schon vollzogen hatte. Westdeutschland folgte in den 1960er-Jahren. West-Berlin modernisierte hingegen sein Gasnetz, weil Stadtgas lokal herzustellen war und Unabhängigkeit für die mauerumringte Stadt gegen eventuelle Stromblockaden bot.

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