200 Euro Belohnung für Unfallzeugen

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200 Euro will ein vermutlich Geschädigter für einen Unfallzeugen ausgeben, der gesehen haben sollte, dass  ein VW Touran rückwärts auf einen Audi A4 auffuhr. Ist das ok?

Anwalt Herbert Butter

Anwalt Herbert Butter

Es ist nicht strafbar

Soldiner Kiez Kurier fragte Rechtsanwalt Herbert Butter aus der Badstraße, ob es rechtlich ok ist, mit einer Belohnung Zeugen zu suchen. „Es ist nicht strafbar“, erklärte er, gab allerdings zu bedenken, „dass ein Gericht unter Umständen das Zustandekommen der Aussage in seine Wertung einbeziehen wird.“ Anwälte und Richter wissen aus bekannten Studien, dass derart geförderte Zeugenaussagen gelogen sein könnten.

Wie also an wichtige Zeugen als Privatperson herankommen? 

„Mir ist aufgefallen, dass es manchmal eine regelrechte „Zeugenflucht“ gibt. Die meisten sind ja heutzutage nicht mehr bereit zu helfen, wenn es dafür nix gibt“, erklärte ein Betroffener auf facebook und fragte Freunde um Rat. „Wenn sich jemand die Zeit nimmt, sich zu melden, dann hat es sicherlich nichts mit Beeinflussung zu tun, wenn man demjenigen eine Aufwandsentschädigung in die Hand drückt. Wenn der Betrag aber unverhältnismäßig hoch erscheint, könnte schon so ein gewisser Verdacht entstehen“, bekam er als Antwort.

Eine Steigerung der professionalisierten Falschaussage wird von Beobachtern aus Brasilien berichtet. Dort stehen vor manchen Gerichtsgebäuden die käuflichen Zeugen schon vor der Haustür bereit.

Kostenlose Rechtsberatung

Herbert Butter gibt im Soldiner Kiez kostenlose Rechtsberatung. An jedem ersten und dritten Dienstag im Monat berät er in der Zeit von 13.15 bis 14.45 Uhr in der NachbarschaftsEtage Osloer Straße 12. Jeden Mittwoch von 14.00 bis 16.00 Uhr unterstützt er Hilfesuchende bei „Menschen helfen Menschen“ in der Wollankstraße 58.

 

 

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